Ostenfelde - "Perle des Münsterlandes"
Das sich seit 300 Jahren im Besitz der Freiherren von Nagel-Doornick befindliche
Schloss diente im 12. Jahrhundert den Rittern von Ostenfelde als Sitz.
Im Jahre 1666 wurde das heutige Schloss erbaut.
Informationen über die Öffnungszeiten teilt ihnen gerne der Verkehrsverein
Ennigerloh mit:
Verkehrsverein
Ennigerloh
Liebfrauenstraße 6
59320 Ennigerloh/Ostenfelde
Tel: (0 25 24) 83 00
Fax: (0 25 24) 44 13
Ostenfelde wird erstmals um 900 in einem Güterverzeichnis des Klosters Werden
an der Ruhr als "ASTONFELDE" genannt.
In der Zeit von 1022 - 1032 fällt wahrscheinlich die Gründung der Pfarre, die
im Jahre 1177 erstmals in einer Urkunde genannt wird.
Hinricus dictus Vinke de Ostenfelde erbaut um 1300 die Burg VARNHOLTE = vor dem
Holze = Vornholz. Zum gleichen Zeitpunkt erbaut ein Halbbruder des Erbauers von
Vornholz die KEUSCHENBURG.
Aus dem castrum tor Horst wird die NIENBURG = neue Burg. Um 1580 beginnt der
lang andauernde Rechtsstreit zwischen den Besitzern der Nienburg und der
Keuschenburg.
Christian von Braunschweig, mit den Hessen verbündet, überfällt zweimal
Ostenfede, daher noch heute der Name "HESSENKNAPP".
Im Jahre 1656 erwirbt Dietrich Hermann von Nagel den Besitz Vornholz, der im
Dreißigjährigen Krieg zum Teil zerstört wurde. Auf den alten Grundmauern
erbaut der Architekt Pictorius der Ältere das heutige Schloss Vornholz. Die
Geschichte Ostenfeldes ist bis heute mit diesem Adelsgeschlecht eng verbunden.
Im Jahre 1675 wird, nach dem anhaltenden Streit, der Besitzer der Nienburg
verhaftet. Auf Befehl des Fürstbischofes Christoph Bernhard von Galen wird die
Nienburg durch die Soldaten des Dietrich Hermann von Nagel zerstört. Eine Ruine
erinnert noch heute an den Standort dieser Burganlage.
Der als "Toller General" bekannte Christoph Bernhard von Nagel erwirbt
im Jahre 1697 en Landbesitz von Nienburg und die Keuschenburg.
Durch die Heirat des Hermann Adolf von Nagel mit Johanne Elisabeth von Doornick,
im Jahre 1765, heißt das Geschlecht jetzt von Nagel-Doornick. Die Nachfahren
dieses Adelsgeschlechtes leben noch heute auf dem Wasserschloß Vornholz.
Das Amt Stromberg wird im Jahre 1804 aufgelöst, Ostenfelde kommt nun zum neu
gebildeten Kreis Beckum. Nach der Befreiung von der französischen Besatzung
wird Ostenfelde dem Kreis Warendorf zugeordnet.
Die alte Kirche auf dem Margarethenplatz wird abgebrochen, nachdem in den Jahren
1860-61 die neue Kirche erbaut worden war.
1868 wird die Keuschenburg abgetragen, so dass heute im Mühlbachtal nur noch
Überreste sichtbar sind.
Ein Krankenhaus wird 1873 gegründet, der Umzug in das neue Haus erfolgt im
Jahre 1882.
Zum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts werden die Schulräume
erweitert bzw. neu errichtet.
Clemens Freiherr von Nagel-Doornick gründet im Jahre 1937 das Gestüt Vornholz,
das nach seinem Tode wieder aufgelöst wurde.
Das Geschlecht derer von Nagel-Doornick war stets mit der Reiterei einig
verbunden. Auf Initiative des Clemens von Nagel-Doornick wurde in einem Trakt
des Schlosses ein Kavalleriemuseum eingerichtet, das stets durch Schenkungen
erweitert wurde und heute von vielen interessierten Gästen gern besucht wird.
Wie alle Gemeinden erlebte auch Ostenfelde nach dem 2. Weltkrieg einen
Aufschwung.
Dank seiner schönen Lage wurde Ostenfelde, auch Perle des Münsterlandes
genannt, ein lohnendes Ziel im Fremdenverkehr.
Am 1. 1. 1975 wurde Ostenfelde neuer Ortsteil von Ennigerloh.